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Abstimmung in Heldburg: Weg zu gemeinsamen Zielen ist frei

Die dicksten Stämme wurden im Vorfeld gesägt. In gemeinsamen Arbeitsgruppen, in den einzelnen Stadt- und Gemeinderäten, in Seminaren an der Schule für Dorf- und Flusentwicklung haben die Räte der Mitgliedsgemeinden ihre Ziele entwickelt und konkrete Projekte festgeschrieben. Aus dem früheren Grenzweg zwischen Thüringen und Bayern ist ein gemeinsamer Weg in die Zukunft geworden. FOTO: TAB

14. Juni 2007

 

VON TIM BIRKNER

Nach gut einer Stunde der Präsentation gehen zum ersten Mal am Dienstag Abend im Schützenhaus in Heldburg die Arme nach oben. 121 Stadt- und Gemeinderäte stimmen für das neue "Regionale Entwicklungskonzept 2007". Einstimmig. Eine halbe Stunde später noch einmal das gleiche Bild. Es wird ein "Qualitätsmanagement wirtschaftsfreundliche Region Rodachtal" geben. Einstimmig.

HELDBURG - "Entscheidend ist der Wille zur Zusammenarbeit", sagte zu Beginn Hendrik Dressel, Vorsitzender der Initiative Rodachtal und Bürgermeister von Seßlach. Diesen Willen bekunden die zwölf Gemeinden mit dem 155 Seiten dicken "Regionalen Entwicklungskonzept 2007" (REK), diesen Willen bekundeten 121 Volksvertreter bei der Abstimmung.

"Der Vorteil meines Nachbars ist auch mein Vorteil", ist eine weitere Maxime, die sich die Gemeinden mühsam und über Jahre erarbeitet haben. Die Kirche steht immer noch im Dorf, doch das Denken geht darüber hinaus. Und, das ist dem Vorsitzenden besonders wichtig, das REK ist kein Evangelium. "Es ist eine Zusammenstellung unserer Wünsche", so Dressel. Das heißt, jeder kann sich des Netzwerkes bedienen, keiner muss es. Und: Über dieses REK haben die Gemeinden Zugriff auf die Fördergelder aus Brüssel.

Worum geht es im Einzelnen?

Dem demografischen Wandel möchte das REK ist mit einem aktiven Regionalmarketing begegnen. Hintergrund ist der Einwohnerschwund insbesondere bei Kindern und in der Gruppe von 25- bis 40-Jährigen. Das heißt, die Familien mit Kindern verlassen die Region, möglicherweise, weil sie der Arbeit hinterherziehen. Und die Jugendlichen, die studieren, verlassen das Rodachtal ebenfalls.

Ansätze, dem entgegen zu wirken, könnte eine "informelle Bindung" dieser Menschen an ihre Heimatregion sein. Beispielsweise mit einem Rundbrief.

Für Familien wie Touristen könnte das "Mobile Rodachtal" ein Schlüsselprojekt werden. Wie kann neben der Bahnlinie nach Bad Rodach und dem Bus-Lininenverkehr mehr für die Region zwischen Coburg und Hildburghausen bewegt werden? Auch kann sich die Initiative vorstellen, Willkommensbegleiter einzuführen. Während des Bewebungsgespräches bei einer Firma könnte der Willkommensbegleiter der Familie die Region zeigen.

Die Region soll sich als Gesundheitsregion präsentieren und entwickeln, was neben den medizinischen Angeboten und Thermalbädern auch eine gesunde Natur und Umwelt sowie altersbezogene touristische Angebote umfasst. Dazu gehören der Ausbau von Wander- und Radwegen ebenso, wie die Zertifizierung des "Zweiländerweges Rodachtal". Als Qualitäts-Wanderweg soll er Türen für neue Touristen öffnen. Das setzt zum Beispiel voraus, dass alle Gemeinden den Weg pflegen, oder dass Touristen vernetzt Übernachtungen oder Gasthäuser reservieren können.

Die wirtschaftlichen Akteure sollen stärker als bislang in die Arbeit der Initiative eingebunden werden.

Dabei setzen die Gemeinden auf das "Qualitätsmanagement wirtschaftsfreundliche Region Rodachtal". In vier Bereichen möchten die Kommunen etwas für die heimischen Klein- und Mittelstandsunternehmen bewegen.

Erstens: Für Bauvorhaben soll eine beschleunigte Bearbeitung möglich sein, die - unter bestimmten Auflagen - eine direkte Weiterleitung ans Landratsamt ermöglicht. "Die Weitergabe durch die Verwaltung soll in Stunden, nicht in Wochen erfolgen", sagte Dressel.

Zweitens: Es soll ein Bündnis zwischen Schulen, Unternehmen und Kommunen entstehen. So soll es beispielsweise Unterrichtseinheiten zur "Ausbildung zum Unternehmer" geben, der Wettbewerb "Jugend forscht" unterstützt werden oder die Schüler rechtzeitig in Praktika Firmen kennenlernen, damit sie später einen Ausbildungsplatz bekommen - und vor allem als spätere Fachkräfte der Region erhalten bleiben.

Drittens: Außergewöhnliche Leistungen der Schüler sollen künftig öffentlich gewürdigt werden, seien es herausragende Prüfungsergebnisse, erfolgreiche Unternehmensgründungen oder gute Ausbildungsabschlüsse. "Die jungen Leute müssen merken, dass wir sie und ihre Leistungen wertschätzen", so Dressel.

Viertens: Die heimischen Unternehmen werden bei der Suche und Bindung von Fachkräften unterstützt. Dazu soll eine Imagebroschüre entstehen, Willkommensbegleiter ausgebildet werden und auch die Internetseite überarbeitet werden.

Die Mitglieder

Die Initiative Rodachtal wurde im Dezember 2001 von Bad Rodach, Bad Colberg/Heldburg, Seßlach, Ummerstadt und Weitramsdorf gegründet. Seit 2003 gehört Straufhain dazu, seit 2006 Ahorn, Gompertshausen, Hellingen, Itzgrund, Schweickertshausen und Westhausen.


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Mit einer Stimme Druck erzeugen

VON TIM BIRKNER

 

Das Treffen der zwölf Städte- und Gemeinderäte in Heldburg hatte etwas von einem Gipfel. Eine Art G-12 der Kommunen zwischen Hildburghausen und Coburg. Statt Sicherheitsmaßnahmen und Stacheldrahtzäunen setzen die Volksvertreter auf Perspektiven ihre Stärken weiter zu nutzen und Projekte ihren Schwächen entgegenzuwirken. Schließlich wollen sie als Vorzeigeprojekt in zwei Bundesländern die Stacheldrahtzäune vergangener Zeiten durch enge Bindungen ersetzen. Auf 155 Seiten haben die Mitglieder der Initiative Rodachtal ihre Ziele festgehalten, konkrete Projekte beschrieben und eine Struktur für Fördergelder geschaffen, die die Region braucht, wenn sie sich weiterentwickeln will. Und dafür sprechen die Räte mit einer Stimme. 121 Hände heben sich bei der Abstimmung für das ?Regionale Entwicklungskonzept 2007?. Das ist eine Druckwelle, die in München und Erfurt, in Berlin und Brüssel zu vernehmen sein wird. Und die Einstimmigkeit ist ein Vorbild dafür, wie Ziele gemeinsam entwickelt werden können, damit am Ende alle an einem Strang ziehen.

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