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Louise de Winnaar, Gewinnerin des MOST-Award 2009

Louise de Winnaar

15. September 2009

Drei Fragen an Louise de Winnaar, Anzeigenleiterin der Sunday Times in Südafrika

Wir kümmern uns um die Bedürfnisse unserer Kunden

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben vor kurzem den MOST-Award  der Werbewirtschaft in Südafrika gewonnen. Was muss man denn dafür tun?

Für mich war es eine riesige Überraschung, ich hatte selbst keine Ahnung von dem Preis. Seitdem ich unser Anzeigen-Team leite, habe ich das Geschäft grundlegend geändert. Wir wollen unseren Kunden Service bieten, und weg davon, einfach nur Aufträge anzunehmen. Das ist im Grunde ganz einfach, wir kümmern uns schlicht um die Bedürfnisse, die unsere Kunden haben, das ist das ganze Geheimnis. Dazu gehört natürlich auch, dass wir selbst unsere eigenen Zeitungen kennen und kreative Lösungen für unsere Anzeigenkunden entwickeln – unsere Perspektive ist der Rundumblick: 360 Grad, anything goes. Das ist in einer Phase der Rezension viel wichtiger als ein Preiskrieg. Das ist zwar die simpelste Lösung, doch auch wenn die Krise irgendwann einmal vorbei ist, wird es unmöglich sein, die Rabatte jemals wieder zurückzunehmen.

Sie und ihr Team verkaufen Zeitungsanzeigen – und überall in der Welt verlieren Zeitungen an Auflage. Trotzdem haben Sie bei diesem Preis die Teams von Radio, Fernsehen und Online-Medien geschlagen. Wie ist Ihnen das gelungen?

Es gewinnt der, der den besten Service bietet. So schlicht ist das. Und ich habe einfach ein Team aufgebaut, wo die richtigen Leute an den richtigen Plätzen ihren Job tun. Das geht nur mit einer Führung, die mit gutem Beispiel voran geht. Ich als Leiterin kann nur gut sein, wenn ich die  Jobs meiner Mitarbeiter verstehe und erlebt habe – das habe ich 10 Jahre lang gemacht. Der Rest sind ein paar Schlüsselpunkte, die eigentlich jeder kennt: Die Bedürfnisse unserer Kunden kennen, unsere eigenen Zeitungen lesen und natürlich immer da sein, bevor der Kunde uns ruft. Das ist wie in einer Ehe: die Beziehung zum Kunden zählt – in guten wie in schlechten Zeiten...

Südafrika ist weit weg. Meinen Sie, dass diese Rezepte auch auf andere Länder übertragbar sind?

Naja, gesunder Wettbewerb ist in jedem Land und in jeder Branche ein motivierender Faktor. Was einfach überall zählt, ist ein hoher Standard an Miteinander mit dem Kunden  - und natürlich eine super Qualität der Services. Das zählt bei allen Medienunternehmen überall auf der Welt.  Ich habe erlebt, dass das Wichtigste die Kommunikation mit dem Kunden ist, sie informiert zu halten, auch wenn sie gerade nicht buchen. Und das Allerwichtigste zum Schluss: Niemals an irgendwelche Wettbewerbe denken oder das, was andere über meine Arbeit sagen. (lacht)

INTERVIEW: TIM BIRKNER


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Mein Favorit unter den Nachrichtenseiten ist www.ard.de und das nicht nur, weil ich schließlich dafür auch GEZ-Gebühren zahle. Weitgehend frei von Werbung und mit meiner Lieblings-Fachzeitschrift, den Media-Perspektiven: Auch Medienwissenschaft kann verständlich vermittelt werden;)

 

Die Basisdaten zur Mediennutzung (derzeit 10 Stunden pro Tag) sind hier zu finden.

 

Hermeto Pascoal in Nürnberg 1992