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Gick-Bräu Burgkunstadt

VON TIM BIRKNER

BURGKUNSTADT ? ?Die Unterhaltung fehlt uns?, erzählt Gertrud Gick. Bis 1992 bewirtschafteten ihr Mann Adelbert und sie die Gaststätte Gick in Burgkunstadt. Seit 12 Jahren wohnen sie auf dem Gelände ihrer Brauerei vor den Toren der Stadt. Was heute getrennt ist, war seit 1814 eins: ein Wirtshaus mit Braurecht.

Solcher gab es viele. Wer heute vor der Gaststätte Gick steht, sieht gegenüber, keinen Steinwurf entfernt, noch die Schriftzüge der Brauereien Pfeuffer und Baptist Günther. Auch ein Zeichen, wie die kleinen Brauer früher zusammengehalten haben, zusammenhalten mussten. ?Bis 1967 gab es in der oberen Stadt das Kommunbrauhaus. Da waren wir am Anfang 72 Brauer, dann noch zwölf und zum Schluss nur noch sieben?, erzählt Adelbert Gick. Er ist 68 Jahre alt und die Geschichten von früher lassen seine Augen aufblitzen. Etwa als der Sud noch in Butten den Berg hinunter in den Gärbottich getragen werden musste. ?Wer nicht den richtigen Gang hatte, dem schwappte alles aus?, lacht Gick heute.

 

Zum Jahresende, so überlegt Gick, möchte er sich aus dem Tagesgeschäft zurückziehen und die Brauerei vollständig seinem Sohn überschreiben. Im nachhinein gerät das Wirts- und Brauerehepaar Gick ins Schwärmen: ?An dem Tag, an dem ich 1967 hier den ersten Sud gebraut habe, hat meine Frau unseren Sohn geboren?, erinnert sich Gick. Erwin ist der Brauerei treu geblieben. Er hat bei seinem Vater Adelbert gelernt, seit 1994 ist er selbst Braumeister.

 

Kunde aus dem Harz

 

Gemeinsam brauen Vater und Sohn rund 4 000 Hektoliter Bier im Jahr: Premium-Pils und Hefeweiße, den Ritter-Kuno-Trunk und Schusteröl sowie saisonal auch Bockbier.

 

Vier Jahre ist es her, erzählt Gick, als von diesem Bockbier eine größere Menge übrigblieb. Glücklicherweise kam in des Brauers Not ein Schnapsbrenner vorbei und aus einem Scherz ? ?Na, dann brennen wir halt Schnaps daraus? ? wurde der vielleicht erste Bierschnaps. Seitdem braut Gick absichtlich zu viel und der Bierschnaps ist fest im Vertriebs-Programm.

 

?Burgkunstadt ist Schusterstadt, wir hatten Schusterschinken und Schusterbrot. 1990 haben wir unser Landbier dann in Schusteröl umbenannt?, so Gick. Die Namensänderung hat sich ausgezahlt, denn ?das Schusteröl zieht etwas an?. Ein Kunde kommt sogar aus dem Harz und holt sich regelmäßig sein Landbier bei den Gicks.

 

Fünf Mitarbeiter, hauptsächlich Fahrer, helfen der Familie das Bier aus Burgkunstadt zu den Kunden zu bringen. Gickbräu liefert im Umkreis von 50 Kilometern, manchmal auch etwas weiter: ?In Jena gibt es eine Gaststätte, die wir regelmäßig anfahren?, erzählt Gick.

 

Vor fünf Jahren hat Adelbert Gick die Abfüllung auf Bügelverschlüsse umgestellt. ?Das macht eine externe Firma für uns, da sich eine eigene Abfüllanlage bei unseren Mengen nicht rentiert?, erläutert Gick: ?Warum soll ich mich dafür in hohe Schulden stürzen?? Fässer füllt er nach wie vor selbst ab. Gick hat lieber in Zelte investiert. Inzwischen besitzt und vermietet er ein 600- und ein 180-Mann-Zelt. Damit ist er bei vielen Festen gern gesehn. Wenn die Organisatoren dann aber das Bier einer anderen Brauerei ausschenken wollen, bleibt er hart: ?Ohne Bier gibt es auch kein Zelt.?

 

Das Wirts- und Brauerehepaar Gertrud und Adelbert sitzt, während es erzählt, in der Sonne und sieht glücklich aus. ?Unsere Tochter lacht uns aus?, sagt er, denn sie sei Beamtin auf Lebenszeit. ?Ich beneide meine Tochter?, fügt sie hinzu, denn sie konnte für ihre drei Kinder neun Jahre lang daheim bleiben.

 

Den ganzen Biertest können Sie bei der Neuen Presse nachlesen:

Biertest

 


Unser Bier ist das Beste

Auch mit meiner Hilfe entstand der große Biertest in der Neuen Presse. Heimische Brauereien wurden dort vorgestellt. Jedes Brauhaus durfte außerdem eine Sorte zum Verköstigen einreichen. Auch die kleinsten Brauereien hatten also eine Chance. Der Chefredakteur der Brauwelt testete die Sorten anonym und bewertete sie.

Schwanenbräu Ebensfeld

Gick-Bräu Burgkunstadt

Den ganzen Biertest können Sie bei der Neuen Presse nachlesen:

Biertest