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Biogas / Acker für Energie oder Nahrungsmittel?

Tobias Bauersachs aus Beuerfeld betreibt seit einem Jahr eine Biogasanlage mit 200 Kilowatt Leistung. Gestern silierte er noch nicht ganz reifen Weizen. Später im Jahr wird er auch Mais als Energiequelle für seine Biogasanlage silieren. FOTO: TIM BIRKNER

12. Juli 2006

Die Landwirte in den Landkreisen Lichtenfels und Coburg werden zunehmend auch Energiewirte. Dafür bauen sie Energiepflanzen an. ?Der Kampf um die Böden hat bereits begonnen?, beobachtet Hans Vetter, Leiter des Amtes für Landwirtschaft und Forsten.

Die Landwirte in der Region verdienen ihr Einkommen zunehmend mit dem Verkauf von Energie. Im Trend liegen derzeit Biogasanlagen. 24 Anlagen arbeiten bereits im Landkreis Coburg, 18 im Landkreis Lichtenfels. Der umweltfreundliche Strom reicht für 14 000 Haushalte.

Doch die Biogasanlagen brauchen auch Biomasse, um zu funktionieren. ?In erster Linie wird dafür Mais verwendet?, sagt Vetter. Rund 3000 Hektar Ackerland sind dafür in den beiden Kreisen Coburg und Lichtenfels nötig. Das entspricht fast zehn Prozent der gesamten Ackerfläche.

Für den Leiter des Amtes für Landwirtschaft und Forsten bedeutet dies einen klassischen Zielkonflikt: ?Jeder ist begeistert, und keiner sieht die Konsequenzen.? Die Konsequenz liegt für ihn auf der Hand. ?Der Produktionsfaktor Fläche ist nicht vermehrbar. Er wird durch neue Siedlungs- oder Gewerbegebiete, durch die Autobahn und die ICE-Strecke nur noch kleiner.? Und um diese immer kleiner werdende Fläche konkurrieren Nahrungsmittel sowie Energiepflanzen.

Nachdem der Markt für Energie momentan attraktiv ist, dort also Geld verdient werden kann, werden die Landwirte verstärkt auf Energiepflanzen wie Raps oder Mais setzen. Für Nahrungsmittel bleibt weniger Fläche übrig. ?Wir merken jetzt schon, dass die Preise für Nahrungsmittel anziehen?, sagt Vetter. Für ihn ist das ein Beleg dafür, dass weltweit Nahrungsmittel und Energie Koppelprodukte werden oder schon geworden sind.

Wer beispielsweise ein Drittel seines Energiebedarfes aus Biomasse gewinnen will, muss entsprechend auf Fläche für Nahrungsmittel verzichten. Auch die Preise auf dem Markt werden voneinander abhängen. Wird die Energie teurer, wie momentan, so werden die Energiepflanzen wertvoller. Damit steigt auch der Preis für Nahrungsmittel, weil weniger auf dem Markt sind.

Das Amt für Landwirtschaft ist auch für die Förderung und Beratung der Landwirte zuständig. Dies gilt natürlich auch für Biogasanlagen. Die 32 Anlagen kosteten rund 24 Millionen Euro. Zum Großteil werden die Anlagen von einem Energiewirt alleine bewirtschaftet, vier Anlagen betreibt eine Gemeinschaft. ?Früher haben wir jede Anlage mit 10 000 Euro bezuschusst, später noch mit 20 000. Jetzt gibt es gar nichts mehr.? Vetter sieht sein Amt daher verstärkt als Berater. ?Biogas ist nicht Biogas. Es gibt Anlagen, die laufen besser als jede Prognose, andere wollen einfach nicht.? Hier möchte das Amt Zahlen auswerten, um den Fehlern auf die Spur zu kommen.

Klar ist bislang nur: Die Anlagen brauchen Pflege und Zuwendung. Das gilt insbesondere für die Millionen von Bakterien, die für die Gasproduktion zuständig sind. ?Diese Bakterien sind mindestens so anspruchsvoll wie Hochleistungskühe?, ist sich Vetter sicher.

 


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