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Das Altstadtfest draußen vor der Tür

Appolonia Bulheller wird am Altstadtfest nur innen zapfen.

24. Juli 2012

Bad Staffelstein - Das Altstadtfest steht vor der Tür. Für die Wirte vom „Adam Riese“ und den „Drei Kronen“ stimmt das in diesem Jahr zeitlich und räumlich. Sie bleiben in diesem Jahr dem Fest fern.

Im Gasthof „Drei Kronen“ von Franz Dinkel hängt ein Schild, warum er in diesem Jahr beim Altstadtfest nicht dabei ist. 357 Euro Standgebühr für drei Biertische seien ihm zu viel.

Gegenüber im Gasthaus „Adam Riese“ sprudelt Wirtin Appolonia Bulheller. Fast 700 Euro sind es bei ihr in diesem Jahr und das ist ein Grund, warum sie nicht dabei ist – zumindest am Samstag und Sonntag. „Am Freitag, den die Junge Union organisiert, bin ich dabei. Die machen gute Musik, da kommen junge Leute“, sagt die Wirtin. Das ist ihr zweiter Kritikpunkt am Altstadtfest: die Musik.

Ihrer Meinung nach ist der Mittelaltermarkt zum Altstadtfest eine gute Idee. „Das finde ich gut.“ Doch der Platz ist für sie nicht der richtige. „Hier auf dem Marktplatz wollen die Menschen feiern, dazu gehört eine gute Musik.“ Die Stadt als Veranstalter wolle das nicht wahr haben. Dort, wo früher bis zum großen Feuerwerk am Sonntag um 22 Uhr die Menschen gefeiert haben, war im vergangenen Jahr nichts mehr los. „Um 20.30 Uhr haben wir mit dem Abbau begonnen“, sagt Bulheller. Für sie ist das ein Beleg, dass das Musikkonzept korrigiert werden muss.

Nur noch eine Bühne am Markt

Markus Alin vom Kur- und Tourismusservice lässt das nicht gelten, spricht aber von einem geänderten Konzept. Statt zwei Bühnen steht in diesem Jahr nur eine auf dem Marktplatz. Statt zwei mittelalterlichen Bands spielt nur eine. „Am Sonntag spielt 2-Saitig“, sagt Alin. „Die spielen auch Schlager.“

Die großen Musikgruppen werden von der Stadt bereits im Dezember des Vorjahres gebucht. Ganz offenbar waren die Beobachtungen der Wirtin durchaus nah an der Realität, denn das Programm wurde damals schon an genau den Punkten korrigiert, die sie für verbesserungswürdig hielt.

Nach dem vergangenen Altstadtfest ist Appolonia Bulheller mit Wirtskollegen zum Bürgermeister, Alin saß mit am Tisch. Die Erinnerungen an dieses Treffen sind denkbar unterschiedlich. Alin will über Standgebühren gesprochen und versichert haben, dass sie gleich bleiben. „Wir haben keinen Termin versprochen, an dem wir uns wieder zusammensetzen.“

Auf genau dieses Treffen wartet Bulheller bis heute. „Der Bürgermeister hat uns versprochen, dass sich alle Beteiligten im Frühjahr an einen Tisch setzen und über das Konzept sprechen.“

Alin sagt: „Die Standgebühren sind für alle gleich. Alle Gastronomen zahlen für die öffentliche Fläche, die sie nutzen das Gleiche. Maßstab ist die Zahl der Quadratmeter. Die 357 Euro sind der Mindestsatz für bis zu zehn Quadratmetern.“

Darin seien sowohl die Gema-Gebühren für alle drei Tage – als Abgabe für die gespielte Musik – als auch die Ausschankerlaubnis enthalten. Stadtrat Walter Mackert (CSU) hält das für ein Schnäppchen: „Man muss einfach mal vergleichen, was der Korbmarkt in Lichtenfels oder das Samba-Festival in Coburg kosten.“ Wenn jetzt einzelne nicht mitmachen, findet Mackert das schade: „Das ist ein Fest aller Staffelsteiner.“

Gewänder für die MitarbeiterBulheller sagt: „Wir müssen bezahlen und die mittelalterlichen Buden, die auch Essen und Trinken verkaufen, zahlen keine Standgebühr. Wir haben unseren Ausschank auch mit großem Aufwand mittelalterlich verhüllt und Gewänder für unsere Mitarbeiter besorgt.“

Genau dieser Aufwand der mittelalterlichen Stände aber ist für Alin die Begründung, warum diese Stände von der Gebühr befreit sind.

Die Missverständnisse sind damit aber noch lange nicht zu Ende. Alin sagt, er habe alle Wirte persönlich besucht und ihnen das diesjährige Programm vorgestellt. „Wir sind immer bemüht, gut zusammen zu arbeiten“, sagt er. „Das ist für uns vorrangig.“

Die Wirtin des Adam Riese erinnert sich anders. „Ich habe gesagt, ich kann mich nur dann entscheiden, ob ich mitmache oder nicht, wenn ich das Programm kenne. Ein Einblick ist mir aber verweigert worden. Da wird ein Geheimnis drum gemacht.“ Deshalb steht nun ihre Entscheidung. Sie öffnet ihr Gasthaus zum Altstadtfest, schmückt und bewirtschaftet aber nichts außen auf dem Platz. Und die Standgebühr spart sie sich damit auch.

Met und Liköre außen, Bier innenDort, wo Bulheller in den vergangenen Jahren ihre Gäste bewirtete, füllt Alin die Lücke mit mittelalterlichen Ständen, die Met und Liköre ausschenken. „Die Zugänge zu den Gaststätten lassen wir frei“, sagt er.

 

Tim Birkner

 


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