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A73: 2000 Schaulustige bei der Freigabe

5. September 2008

 

Coburg/Lichtenfels – In einer langen Reihe glänzten die Autodächer der geladenen Gäste auf der neuen Autobahn durch das Maintal. Die „stromdurchglänzte Au“ hat sich Viktor von Scheffel damals wohl anders vorgestellt. Doch das tat der Volksfeststimmung bei der Anschlussstelle „Lichtenfels-Nord“ keinen Abbruch. Wenn selbst die Landräte aus Coburg und Lichtenfels 20 Minuten vor Beginn anreisen, dann muss etwas ganz Großes folgen. Zunächst einmal folgten fast 2000 Schaulustige den Ehrengästen auf die Autobahn, auf der wenige Stunden später der Verkehr rollen wird. Sie machen es sich auf den Leitplanken bequem, bringen Liegestühle mit. Und wenn das Frankenlied mit „... den allerschönsten Sonnenschein lässt uns der Himmel kosten...“ weiter geht, dann könnte der Dichter schon diese Feierstunde vor Augen gehabt haben.
Strahlend blauer Himmel lacht über dem neuesten und letzten Autobahnabschnitt, der das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nummer 16 vollendet. Da werfen die Redner mit Superlativen um sich, die die Schaulustigen gelassen hinnehmen. Für sie ist es das letzte Mal, dass sie zu Fuß auf die Autobahn dürfen, viele von ihnen haben sie mit der Neuen Presse zusammen angeradelt oder sind sie vor einer Woche angelaufen.
Da verklingen die Worte von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee, dass hier rund zweieinhalb Milliarden Euro an Steuergeldern ausgegeben wurden. „Das haben Sie bezahlt“, ruft er der Festgemeinde zu. Ganz vorne stehen die Bürgerinitiativen, die den Bau gewollt haben, weiter hinten diejenigen, die ihn verhindern wollten. Bezahlt haben ihn alle. „Wenn es im Geldbeutel schmal wird, sehen Sie hier wenigstens, was wir mit Ihrem Geld gemacht haben“, sagt Tiefensee.
Die Gäste schauen lieber auf den Gottesgarten mit Vierzehnheiligen, Staffelberg und Kloster Banz. Eineinhalb Stunden können sie den Blick genießen, die Autofahrer werden später nur wenige Minuten dafür Zeit haben. Doch darum geht es ja: Die Verbindungen sind schneller geworden. Wenn der Bad Rodacher Stadtrat Heinrich-Adam Püls seine Eltern in Lichtenfels besuchen will, ist er viel schneller. Wenn der Ahorner Bürgermeister Martin Finzel seine Partnergemeinde Eisfeld besuchen möchte, braucht er statt einer Stunde nur noch 15 Minuten. Dabei hat er 1992 seinen ersten Leserbrief gegen die Autobahn geschrieben. „Heute sehe ich die vielen anderen positiven Aspekte der Autobahn“, so Finzel. Doch dass die Gegner von damals auch heute präsent sind, findet er mutig. Es gebe schließlich immer mehrere Aspekte.
Das finden die Landwirte auch. Gerade die Ausgleichsflächen sind ihnen ein Dorn im Auge. Wenn für 500 Hektar Autobahn fast 1000 Hektar Ausgleichsflächen ausgewiesen werden, dann ist der Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Bauernverbandes, Hans Rebelein, nicht einverstanden. „Wir bräuchten diese Flächen dringend“, sagt er. Mit einem Zehntel hätte er leben können: „So sehe ich die neue Autobahn mit einem lachenden und einem weinenden Auge.“
„Hier hat sich die Welt verändert“, ruft der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein den Gästen zu. Dem werden alle zustimmen können. Und viele hoffen, dass mit der neuen Autobahn auch noch mehr Urlauber in die Region kommen. Ganz neu ist die Idee nicht: „Ich will zur schönen Sommerszeit ins Land der Franken fahren“, dichtete Viktor von Scheffel.

 

Tim Birkner


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Unser Bier ist das Beste

Auch mit meiner Hilfe entstand der große Biertest in der Neuen Presse. Heimische Brauereien wurden dort vorgestellt. Jedes Brauhaus durfte außerdem eine Sorte zum Verköstigen einreichen. Auch die kleinsten Brauereien hatten also eine Chance. Der Chefredakteur der Brauwelt testete die Sorten anonym und bewertete sie.

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Den ganzen Biertest können Sie bei der Neuen Presse nachlesen:

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