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Im Sommer mit der Rente starten

Für Klaus Forkel gibt es kaum etwas Schöneres, als im Sommer mit der Rente zu beginnen - mit etwas Übung klappts dann auch im Winter. Foto: Tim Birkner

8. August  2008


Unterlauter - Seit 1. Mai ist Klaus Forkel in Rente. "Das ist der ideale Zeitpunkt. Da hat man den ganzen Sommer vor sich", sagt er. Im tristen Winter mit der Rente beginnen, das wäre nichts für ihn. "Jetzt kann ich später aufstehen und den Tag auf mich zu kommen lassen." Forkel blickt aus dem Fenster seines Wintergartens: "Wenn dann noch die Sonne scheint, was gibt es Schöneres?"
Dann zieht es ihn in seinen großen Garten, Äpfel auflesen, Rasen mähen. Als Bürgermeister im Lautertal hat er das früher auch gemacht, aber immer schnell, immer zwischendurch, denn der nächste Termin, die nächste Versammlung wartete schon. Heute nimmt er sich Zeit dafür, teilt sich seinen Tag ganz ohne Kalender ein.
"Manchmal schickt mich meine Frau, Besorgungen zu machen, oder wir müssen gemeinsam einkaufen gehen", erzählt er mit einem Augenzwinkern. Er sitzt in einem Korbsessel, die Beine übergeschlagen und blickt zurück auf 24 Jahre als Bürgermeister. "Es hat Spaß gemacht, gemeinsam etwas zu bewegen. Wir waren eine gute Truppe, mit der man etwas bewerkstelligen konnte", sagt er über seinen Gemeinderat. Probleme ansprechen, Lösungen suchen und umsetzen, so etwas geht nur, wenn alle mitziehen.
Zweimal war er noch im Rathaus, seitdem er Rentner ist, denn einmischen will er sich nicht. Seine Spuren hat er dennoch hinterlassen: "Vieles ist ja durch den Haushalt vorgegeben. Da haben die bestimmt drei Jahre zu tun, bis das alles abgearbeitet ist."
Wenn ihm die Leute auf der Straße zuwinken oder kurz hupen, wenn sie ihn sehen, dann freut er sich, weiß, dass er in den Jahren Vieles richtig gemacht hat. Zum Beispiel die Arbeit, die auch für die Gemeinde Lautertal in der neuen Autobahn steckte. "Jetzt sind alle froh. Ab dem 5. September, wenn die Autobahn eröffnet wird, ist alles vergessen." Das Ringen um die Raumordnung, um Lösungen, den vielen Verkehr nach der Wende aus dem Lautertal heraus zu bekommen. Heute sind die Leute froh, haben wenig Verkehr und doch die Möglichkeiten der Autobahn vor der Nase. Und sie haben das Gewerbegebiet auf der Lauterer Höhe, nicht zu vergessen auch noch gute Gaststätten.
Dort kehrt Forkel immer noch gerne ein, spielt Karten: "Doppelkopf oder Skat, aber das kann ja heute kaum noch einer." Mit Hans Lotter, dem Ex-Bürgermeister aus Dörfles-Esbach, will er schon lange einen Termin zum Kaffeetrinken ausmachen und im Herbst mit dem Bürgermeister-Kollegen Gerold Hümmer aus Großheirath wandern gehen. "Das Überraschende ist, dass die Zeit genau so schnell vergeht, wie auf der Arbeit." Als Kreisrat hat er noch einige Sitzungen, in Haus und Garten wartet die eine oder andere Arbeit. "Was mich freut, ist, dass der ganze Stress, die Termine, der Ballast weg sind." Er atmet tief durch. "Da fühlt man sich einfach wohler." So wohl, dass er Zeit hat, mit seiner Frau am Wochenende Feste und Veranstaltungen im ganzen Landkreis zu besuchen. Früher gab es genügend Pflichttermine in Lautertal, da war für Feiern jenseits der Gemeindegrenze kaum Raum.
Als der 30. April, sein letzter Arbeitstag nahte, wusste er: "Ja, jetzt ist es genug." So genießt er den Sommer, denn er ist überzeugt: "Wenn man sich bei Sonnenschein an die Rente gewöhnt hat, dann klappt es mit der Rente auch im tristen Winter."

Tim Birkner


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