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Anpacken in Haus, Hof und Wald

Gerold Hümmer kümmert sich um Ruhestand um zwölf Gänse. Auch sonst liebbt er die körperliche Arbeit. Foto: Tim Birkner

6. August 2008

Großheirath – Seit 100 Tagen ist Gerold Hümmer im Ruhestand. 24 Jahre lang war er Bürgermeister in Großheirath und hat seine Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger Udo Siegel übergeben. „Ich bin jetzt freier, nicht mehr so an Termine gebunden“, erzählt er in seinem Esszimmer, das früher einmal die Gaststube eines Wirtshauses war. Große, hohe Räume, die Hümmer mit Holz heizt.

„Im ersten Monat war ich viel im Wald beschäftigt, früher konnte ich das ja nur am Wochenende“, sagt Hümmer und betont, dass er die körperliche Arbeit gesucht hat. Und er hat sie zuhauf gefunden. Auch seine Küche hat er renoviert. Wenn andere die Tapete wechseln, wechselt Hümmer gleich die ganze Wand. Und bei seinem Sohn konnte er sich kräftig ins Zeug legen und bei den Außenanlagen seines neuen Hauses helfen: Trockenmauern anlegen, das Gelände terrassieren und zwischen durch einen Blick auf das Baugebiet „Am Mehlm“ werfen.

Es war und ist eines seiner Vorzeigeprojekte, das er seit 1998 vorantrieb. „Rund 240 neue Bürger wohnen dort – fast ein ganzes Dorf“, sagt Hümmer. Er klingt zufrieden, sein Plan ist aufgegangen. In diesem Jahr stockt der Verkauf von Bauplätzen nicht nur „Am Mehlm“ in Großheirath. Hümmer überlegt kurz: „Zur richtigen Zeit, das Richtige tun, das ist die Kunst – und hier ist es einmal gelungen.“
So ähnlich ist das auch mit den Gänsen. Seine Frau wollte sich nach all den Jahren nicht mehr kümmern und da hat der Ruheständler Hümmer gesagt: „Dann mache ich das eben. Das ist mir lieber als tiefgefrorene Gänse aus dem Supermarkt, da weiß ich wo die Tiere her sind und was sie an Futter bekommen haben.“ Zwölf Gänse sind es und alle zwölf sperrt Hümmer abends noch bevor es dunkel wird sorgfältig ein. Sein Sohn habe bereits einmal einen Fuchs gesehen und nun hat er Angst, dass seine Gänse gerissen werden, bevor er sie rupfen kann. Ende September hat er sich das vorgenommen.
Das sind Termine, die den ehemaligen Bürgermeister heute beschäftigen. „Ich habe zwar noch einen Kalender, aber vor allem für die Geburtstage, damit ich keinen meiner Weggefährten und Freunde vergesse.“ Ansonsten noch ein paar Einladungen. „Es wird einfach noch erwartet, dass ich zu den Festen erscheine“, sagt Hümmer. Doch der Druck sei nicht mehr so groß.
Und so hat er Zeit, von außen zu beobachten, was im Inneren seiner Gemeinde passiert: „Mein Nachfolger Udo Siegel hat die Sache im Griff. Es sind ja viele Neue in den Gemeinderat gewählt worden. Das war ein richtiger Generationswechsel. Ich denke, dass das harmoniert, das Verhältnis zwischen den Fraktionen ist gut – insgesamt ein sehr positiver Eindruck.“
Ganz leicht ist ihm der Abschied aus dem Rathaus nicht gefallen, schließlich ist das Team dort klein und der Kontakt entsprechend eng gewesen. „Ich will nicht hingehen und den Oberchef spielen“, sagt Hümmer, aber als er die Einladung zum Betriebsausflug bekommen hat, hat er sich doch riesig gefreut.
In die Ferne zieht es ihn im Ruhestand nicht, eher zu seinen Enkeln, die in Herreth wohnen. „Jetzt kannst du mich ja aus dem Kindergarten abholen“, hat ihn seine Enkelin gebeten. Und das macht Gerold Hümmer gerne. Und wenn Küche und Garten fertig sind kommt er vielleicht dazu, sich auf sein neues Fahrrad zu setzen: „Außer am Sonntag bin ich einfach noch nicht dazu gekommen.“

Tim Birkner


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