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Konzept für ein Pflegeheim der 4. Generation in Sonnefeld

Rainer Schreier (41) ist seit 1997 Geschäftsführer des ASB-Coburg-Land. Der ASB möchte in Sonnefeld ein neues Pflegeheim der 4. Generation errichten und betreiben. Wenn alles gut geht, können die ersten Bewohner im Herbst 2010 einziehen. Foto: Tim Birkner

27. November 2008

Sonnefeld – Der Gemeinderat Sonnefeld hat in seiner Sitzung am Mittwoch, 26. November 2008, eine Vorentscheidung für ein neues Pflegeheim in Sonnefeld getroffen. Das neue Gebäude soll auf einem rund 8000 Quadratmeter großem Grundstück am Ende der Wettinerstraße am Ortsrand gebaut werden. Für Bürgermeister Rainer Marr ist entscheidend, dass die Pflegeplätze in der unmittelbaren Nähe entstehen. Bei einer Entfernung von bis zu zwei Kilometern sei es für Angehörige viel leichter, ihre pflegebedürftigen Eltern oder Großeltern regelmäßig zu besuchen, als bei Entfernungen von über 20 Kilometern. Geplant sind 60 Betten, als Betreiber bewerben sich sowohl private Investoren, als auch der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Coburg-Land. Der ASB ist darauf angewiesen, das Grundstück von der Gemeinde in Erbpacht überlassen zu bekommen, anders ist das Vier-Millionen-Projekt für den Wohlfahrtsverband nicht finanzierbar. In nicht-öffentlicher Sitzung entschieden sich die Gemeinderäte für den ASB als Träger. Geschäftsführer Rainer Schreier erläutert sein Konzept.

Herr Schreier, was haben Sie in Sonnefeld denn geplant?


Wir möchten dort ein Pflegeheim der 4. Generation bauen und betreiben. Das heißt, wir möchten ein sehr viel stärkeres Augenmerk auf das Wohnen, das Tagesgeschehen und die Alltagsgestaltung der Bewohner legen. Das bedeutet, dass die Pflege ein Mittel zum Zweck ist, aber nicht mehr das Raumkonzept bestimmt. Das ist neu. Wir setzen auf kleine Hausgemeinschaften mit zwölf Bewohnern, die dann neben ihren Einzelzimmern mit Bad eine gemeinsame Küche, einen gemeinsamen Wohnraum, zum Beispiel zum Essen, aber auch Fernsehen und einen gemeinsamen Hauswirtschaftsraum haben. Unsere Bewohner sollen die Möglichkeit bekommen – wenn sie können und wollen – mitzuwirken. Zum Beispiel Salate putzen, Pudding anrühren oder ihre Wäsche selbst in die Waschmaschine stecken. Dafür sind unsere Räume ausgelegt. Die Waschmaschine steht also so, dass man sie auch bequem mit dem Rollstuhl erreichen kann. Insgesamt möchten wir fünf solche Hausgemeinschaften in Sonnefeld anbieten, also 60 Pflegeplätze schaffen.

Im Landkreis Coburg werden derzeit von privaten Investoren zwei neue Pflegeheime in Neustadt und Bad Rodach errichtet. Ist das Konkurrenz für ihr Projekt?

Naja, wir stehen natürlich in einem gemeinsamen Wettbewerb. Doch der ASB möchte kein Geld verdienen, aber wir wollen und müssen natürlich auf unsere Kosten kommen. Und nur das ermöglicht uns, solche innovativen Projekte umzusetzen. Da haben wir ein klares Profil. Weil das Wirtschaftliche bei uns nicht im Vordergrund steht, können wir mehr Betreuung, mehr Engagement und mehr Qualität bieten. In nenne Ihnen ein Beispiel: Wir haben im Erdgeschoss zwei offene Hausgemeinschaften für Demente. Wir sperren sie nicht mehr ein, sondern wir organisieren das alltägliche Leben in keinen Gruppen, denn es hat sich gezeigt, dass Demenzerkrankte bis zu 30 Prozent seltener weglaufen, wenn wir statt 18 nur 12 Bewohner in einer Gruppe haben. Auch ist der Garten großzügig angelegt und für sie frei zugänglich. Wer dann trotzdem noch wegläuft, der ist für uns mit technischen Hilfen schnell auffindbar.
Natürlich ist jedes moderne Heim heute nur mit einem professionellen Management möglich. Und da investieren wir seit Jahren in eine kontinuierliche Fortbildung unserer Mitarbeiter. Wir wenden dafür jedes Jahr fünfstellige Summen auf.

Alleine in Neustadt und Bad Rodach entstehen von den privaten Anbietern 260 neue Pflegeplätze. Ist das nicht genug für den ganzen Landkreis?

Das kommt auf den Blickwinkel an. Wer von einem Einzugsgebiet von 50 Kilometern ausgeht, kann zu diesem Schluss kommen. Wir merken, dass es notwendig ist, den Bedarf sehr viel kleingliedriger zu analysieren. Wer seine Wurzeln in Neustadt hat, geht doch nur in aller größter Not auch nur nach Rödental in ein Heim. Aus Sonnefeld wird sicher niemand nach Bad Rodach ins Heim wollen. Die alten Menschen brauchen doch ihren Seelenfrieden. Wir haben ausschließlich Sonnefeld betrachtet und sind auf diesem Bedarf von 60 Plätzen gekommen.

Die Betreiber in Bad Rodach und Neustadt sprechen von zusammen 170 Mitarbeitern, die für den Betrieb dieser Heime notwendig sind. Sie möchten nocheinmal rund 30 volle Stellen für 50 Mitarbeiter schaffen. Wo nehmen Sie das Fachpersonal denn so plötzlich her?
Das Kleingliedrige gilt genau so für unsere Mitarbeiter. Auch hier werden wir auf Sonnefeld und das direkte Umfeld setzen. Dazu kommt, dass wir in der Altenpflege in jedem Fall einen Auszubildenden pro Ausbildungsjahr einstellen werden, nach Möglichkeit sogar zwei. Eine Kauffrau im Gesundheitswesen werden wir auch ausbilden. Das ist jedoch nur ein Aspekt: Der eigene Nachwuchs. Der andere ist: wir bekommen von examinierten Altenpflegerinnen jede Menge Bewerbungen. Häufig haben die bereits Erfahrungen im privaten Sektor gesammelt und wollen dann zu uns.

Wird denn eine so plötzliche Erweiterung der Pflegeplätze von 700 auf über 1000 Ende 2010, wenn ihr neues Heim eröffnet werden soll, Auswirkungen auf die ambulante Pflege haben?

Das sehe ich nicht. Es bleibt die Hemmschwelle, von zu Hause auszuziehen. Das wird immer so sein. Ich sehe vielmehr die Notwendigkeit, dass sich der private Wohnraum stärker und schneller als bislang an die Bedürfnisse von Hochbetagten anpassen muss. Also beispielsweise ausreichend breite Türen, keine Türschwellen, Haltegriffe an den Toiletten. . . Hier liegt eine riesige Chance, den Menschen das Altern in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen.   

Interview: Tim Birkner



 


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