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Den Wandel steuern

Foto: Tim Birkner

6. Oktober 2010

Wir werden älter. Wir werden weniger. Die Ortskerne werden öder, die Praxen und Läden schließen. Acht Kommunen suchen gemeinsam nach Rezepten – diesmal im Rodachtal.
 

Ahorn – „Es beeindruckt mich, wie sehr hier im Rodachtal die Bürger mitziehen“, sagt Samtgemeindebürgermeister Klaus Lüdkefedder aus Wallmerod. Am Dienstag und Mittwoch besuchte er und die Vertreter sechs weiterer Kommunen das Rodachtal und berieten über aktuelle Projekte. Was sie eint, ist der Wunsch, künftig weniger neue Flächen zu verbrauchen. Das bedeutet, vorhandene Flächen besser – oder überhaupt – zu nutzen. „Seit sechs Jahren weisen wir keine Neubaugebiete und Gewerbegebiete mehr aus“, erzählt zum Beispiel Lars Michel, verantwortlich für die Bauleitung und Grünplanung der Samtgemeinde Oberharz. Doch auch er weiß, dass Verbote nichts nützen: „Wir wollen fördern und beraten. Das gilt nicht nur für Gewerbetreibende. Die Eigentümer von Häusern im Stadtkern bekommen von uns sechs Architektenberatungsstunden bezahlt.“
Immer stärker gerät die Versorgung der immer älter werdenden Bewohner ins Blickfeld. Ärzte, Friseure oder Einkaufsmöglichkeiten sind gefragt. Klar, dass die Gastgeber der Initiative Rodachtal ihren Kollegen da den Dorfladen in Heilgersdorf zeigten. Im Oberharz, auch ehemaliges Zonenrandgebiet, möchte Michel das etablieren, was im Rodachtal seit zehn Jahren bereits gelebt wird: „Die Kooperationen zwischen den Ortschaften, auch zwischen Bayern und Thüringen, sind vorbildlich. Da gönnt auch einer dem anderen einmal was.“
Nicola Krettek knüpft die Fäden zwischen den acht ausgewählten Kommunen. Das Projekt „Partnerschaften für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung“ trägt der Naturschutzbund Deutschland (NABU). „Der Flächenbedarf beschäftigt uns schon seit mehr als zehn Jahren. Wir möchten Netzwerke schaffen und dem demografischen Wandel positiv zu begegnen“, sagt Krettek. Im Rodachtal gefällt ihr die Kompetenz für Altbauten und Fachwerkhäuser: „Von außen betrachtet ist das hier eine extrem attraktive Gegend.“ Doch von außen fällt ihr auch auf, dass die Region ihre Trümpfe noch nicht alle ausspielt. „Gesund leben im Alter, das läge mit zwei Bädern in unmittelbarer Nähe auf der hand.“ Zwischen Bad Rodach und Bad Colberg sei aus ihrer Sicht noch mehr Gemeinsames möglich.
Tübingen und Kaiserslautern, Neustadt an der Weinstraße und das Rodachtal, alle Teilnehmer des Projektes mussten sich bewerben, einen politischen Grundsatzbeschluss, Flächen zu sparen vorweisen können und auch bereit sein, Geld und Personal zu investieren.
Bis November 2012 läuft das Projekt noch, bis dahin tauschen sich die Kommunen aus, setzen ihre Lösungsversuche vor Ort dort, wo es geht, zu einer großen Strategie zusammen. Sie wollen Ideen mit nach Hause nehmen und sich gegenseitig ihre Projekte zeigen. Wie zum Beispiel der neue Bewegungspark in Ahorn. „So einen Spielplatz für Kinder und Senioren werde ich bei uns auch bauen“, begeistert sich Jürgen Lübbers, Samtgemeindebürgermeister in Barnstorf. Er steht an Bord der kinder- wie rollatortauglichen Arche und blickt mit den Bürgermeister-Kollegen über die Reeling in Richtung Schlossteich. Nicola Krettek hält derweil das Steuer. Mit Jung und Alt zusammen soll die Arche in die Zukunft gleiten.

Tim Birkner


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Vorhandene Flächen nutzen, statt neue verbrauchen

Das Projekt „Partnerschaften für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung“ wird getragen vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) und gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Umweltministerium Baden-Württemberg, dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz sowie dem Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz. Neben dem Rodachtal sind Barnstorf, Oberharz (beide Niedersachsen), Wallmerod, Kaiserslautern, Neustadt an der Weinstraße (alle drei Rheinland-Pfalz) sowie Hüfingen und Tübingen (beide Baden-Württemberg) bundesweite Modellgemeinden.
Der bundesweite Flächenverbrauch liegt derzeit bei rund 100 Hektar pro Tag. Die Bundesregierung hat 2002 als Ziel einen Verbrauch von 30 Hektar pro Tag im Jahr 2020 festgeschrieben. Damals lag er noch bei 106 Hektar pro Tag.

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